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Impuls zum 1. Fastensonntag - B - 18.02.2024

Schrifttexte: Gen 9,8-15 - 1 Petr 3,18-22 - Mk 1,12-13

2024 2 18 Regenbogen

„Ich richte meinen Bund auf mit euch … Nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.“ Gen 9,11

Das Zeichen dieses Bundes ist der Bogen, den Gott in die Wolken setzt. Jeder Regenbogen erinnert uns an diese Zusage der Treue Gottes zu uns Menschen und zu unserer Erde. Jeden Tag erfahren wir die Auswirkungen, die schlechtes menschliches Handeln auf unsere Gesellschaft und unsere Umwelt haben können. Der Blick zum Regenbogen, dem Zeichen der Treue und Gegenwart Gottes in unserer Welt, ermutigt uns zum Handeln für Mitmenschlichkeit und Solidarität. Es gilt Verantwortung zu übernehmen für unser Leben und diese Welt. Der Weg zum Osterfest will uns dazu ermutigen:

„40 Tage ohne den Versuch, perfekt zu sein.

40 Tage ohne immer mehr, immer höher, immer weiter.

40 Tage ohne Rausch: Alkoholrausch, Kaufrausch, Medienrausch.

40 Tage mit Achtsamkeit für eigene und fremde Bedürfnisse.

40 Tage mit Zuversicht und Vertrauen in unsere Fähigkeit, das Gute zu tun.

40 Tage mit Geduld und Gelegenheit zum Durchatmen.

40 Tage für die Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist.

40 Tage für ein Leben in Fülle.

40 Tage für eine himmlische Welt.

So kann Ostern kommen.“ (Eleonore Reuter)

 

Auf welchen dieser Vorschläge will ich in diesen 40 Tagen besonders achten?

„Hört seine Stimme, ändert euer Leben; suchet das Gute und lasst ab vom Bösen; als Gottes Kinder wirket seinen Frieden.“ GL 266,3

Albin Krämer

Impuls zum 6. Sonntag i. JK - B - 11. 02. 2024

Schrifttexte: Lev 13,1-2.43ac.44ab.45-46 - 1 Kor 10,31-11,1 - Mk 1,40-45

„Wie du bist, so darfst du kommen“, steht an einem Klostertor. Ein Einladung, die jede und jeden meint. Du bist willkommen. Herzlich willkommen! Ein Satz, der die Seele berührt. Ich darf sein, da sein. Franz von Assisi geht auf einen Aussätzigen zu. Ausgegrenzt ist er. Die anderen Menschen haben Angst vor ihm. Der Kranke ist seinem Schicksal ausgeliefert, allein und isoliert. Franz von Assisi überwindet die Grenze, berührt den Kranken, gibt ihm, was er ihm geben kann: Zuwendung und Wasser. Der Kranke ist nicht mehr allein und isoliert. Heilung beginnt. Im Evangelium bittet ein Aussätziger Jesus um Hilfe: „Wenn du willst, kann du mich rein machen.“ Rein d.h. er gehört dann wieder dazu, ist nicht mehr isoliert und seinem Schicksal überlassen. Jesus hat keine Berührungsangst, ähnlich wie Franz von Assisi:

 2024 2 11 Franziskus

„Er steckte die Hand aus und berührte ihn“ Mk 1,41.

Keine geballte Faust, sondern eine offene Hand, die sagt: Ich bin dir nahe. Du bist nicht allein.

Christinnen und Christen sind die ausgestreckte Hand ihres Herrn. D.h. das eigene Leid, die eigene Not wahrnehmen und nicht verharmlosen. Dann kann ich auch die „Aussätzigen“, die Ausgegrenzten heute wahrnehmen und ihnen Zuwendung schenken mit der Botschaft: „Wie du bist, so darfst du kommen.“

„Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe…“ GL 383

Albin Krämer

2021 2 17 Aschermittwoch

» Hausgebet für die Fastenzeit

Für Dich - Impuls zum 5. Sonntag i. JK. - B - 04. 02. 2024

Schrifttexte: Ijob 7,1-4.6-7 - 1 Kor 9,16-19.22-23 - Mk 1,29-39

Vor der St. Klara Kirche in Nürnberg ist diese Figur des Hiob von Gerhard Marcks. Hiob steht für Menschen, die mit dem Leben ringen: auf der Flucht, in schwerer Krankheit, in ihrer Einsamkeit, beim Verlust eines lieben Menschen… Menschen, die nicht wissen, wie sie im Leiden bestehen können.  „Hiobsbotschaften“ erschüttern das Leben. Im biblischen Hiobbuch ringt Hiob mit Gott. Bei allem Ringen bleibt Gott für Hiob ein DU, dem seine ganze Sehnsucht und Hoffnung gilt. Hiob vertraut darauf, dass Gott ihn findet in seiner Not und sein Schicksal sich wendet.

2024 2 4 Hiob

„Alle suchen dich“, sagen die Jünger heute im Evangelium zu Jesus. Mit ihrer Not und mitten in ihrer Not hoffen die Menschen, dass sie von Jesus gesehen und nicht allein gelassen werden. Konkret hat es die kranke Schwiegermutter des Petrus erfahren.

Jesus „fasst sie an der Hand und richtete sie auf.“

Das ist der Dienst Jesu an uns Menschen: zum Leben aufrichten! In diesen Dienst sind wir mit hineingenommen: Menschen in ihrer Not zu sehen und zum Leben aufzurichten.

„Manchmal bin ich blind. Ich weiß nicht aus noch ein. Ich sehe alles schwarz und keinen Sonnenschein. Dann such ich einen Menschen, der mir Hoffnung gibt. Der mich bei meinen Händen fasst und mich liebt. Jesus von Nazareth, hilf mir Herr“ Franz Kett 1984

Albin Krämer

Impuls zum 4. Sonntag i. JK. - B - 28.01.2024

Schrifttexte: Dtn 18,15-20 - 1 Kor 7,32-35 - Mk 1,21-28

2024 1 28 Buch

„Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, …, erstehen lassen.“   (Mose über seine Nachfolge in Dtn 18,15)

Eine Bibel liegt geöffnet auf dem Pult. Aber niemand ist da, der darin liest oder, besser noch, daraus vorliest. Ist dies ein Bild für unsere Zeit und unsere Situation? Die Botschaft ist da, zugänglich für jeden. Und sie ist einzigartig. Sie weiß so viel über die Verbundenheit von Himmel und Erde, von Gott und den Menschen, dass ein Leben nicht ausreicht, sie langweilig werden zu lassen. Sie ereignet sich immer wieder neu und hilft uns zu deuten, was sich in uns und um uns ereignet. Aber das Buch alleine ist wertlos. Erst wenn ich zulasse, dass Gott in mir und durch mich zu den Menschen spricht, wird die Botschaft lebendig, wird Gott selbst erfahrbare Wirklichkeit in der Welt. Das ist gemeint, wenn von Propheten die Rede ist.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch GL 450_Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht ...

blasius

Impuls zum 3. Sonntag i. Jahreskreis - B - 21. 01. 2024

Schrifttexte: Jona 3,1-5.10 - 1 Kor 7,29-31 - Mt 1,14-20

2024 1 21 Jona und der Wal

Jona will seinen Platz nicht einnehmen, will den Auftrag seines Lebens nicht annehmen. Gott schickt ihn nach Ninive und Jona flieht. Wir kennen seine Geschichte: er landet im Bauch des Walfisches und dann am Strand der gottlosen Stadt Ninive. Davonlaufen bringt nichts. Jona hat sich seinem Auftrag zu stellen: die Menschen aufzurufen, sich Gott zuzuwenden. Das Erstaunliche geschieht: die Botschaft kommt an, Jona kann es nicht glauben und hadert mit Gottes Barmherzigkeit.

„Das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“, so die Worte Jesu, die uns heute gelten.

Gottes Reich ist mitten unter uns. Darauf gilt es den Blick zu lenken. Menschen die Nähe und Barmherzigkeit Gottes durch unser Leben erfahren zu lassen. Wir spüren alle, ob die Nähe eines Menschen uns gut tut, ob sie uns Kraft gibt, ob sie uns Freiräume eröffnet oder ob das Gegenteil der Fall ist.

An dem Ort, an den Gott uns sendet und stellt, Gottes Nähe und Barmherzigkeit einander zu schenken und sich überraschen lassen von dem, was sich an Leben ereignet - das ist die Botschaft, die Jona heute für uns hat.

„Herr, deine Güt ist unbegrenzt, sie reicht so weit der Himmel glänzt…… du hast in Treue auf uns acht, wir sind geborgen Tag und Nacht im Schatten deiner Flügel……“ GL 427

Albin Krämer

Impuls zum 2. Sonntag i. JK. - B - 14.01.2024

Schrifttexte: 1 Sam 3,3b-10.19 - 1 Kor 6,13c-15a.17-20 - Joh 1.35-42

 2024 1 24 Suche

„Was sucht ihr?“ (Jesus zu Andreas und einem anderen, die ihm folgten in Joh 1,38)

Das erste, was Jesus nach dem Johannesevangelium spricht, ist eine kurze Frage. Es könnte ein bisschen schroff und abweisend verstanden werden. Hier macht der Ton die Musik. Wahrscheinlich hat es eher so geklungen, wie wenn der nette Verkäufer in einer Boutique nach meinen Wünschen fragt. Auf jeden Fall entwickelt sich daraus eine Beziehung, die ein Leben lang halten sollte. Und schon am nächsten Tag berichtet Andreas seinem Bruder Simon voller Begeisterung: „Wir haben den Messias gefunden!“ Was das bedeutet erklärt sich Stück für Stück, wenn man weiter liest in der spannenden Lebens- und Beziehungsgeschichte, die Johannes uns von Jesus aufgeschrieben hat. Alles beginnt mit dieser entscheidenden Frage. Wenn ich Gott begegnen will, kann ich nicht neugierig genug sein. Aber wenn ich mich auf die Suche nach ihm mache, erfahre ich täglich, wozu auch Jesus diese ersten Nachfolgenden eingeladen hat: „Kommt und seht!“

Einen gesegneten Sonntag wünscht Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch GL 456_Herr, du bist mein Leben ...

2021 1 10 Taufe des Herrn

2021 1 20NachfolgeMiteinanderunterwegs

Impuls zum Fest der Erscheinung des Herrn - B - 2024

Schrifttexte: Jes 60,1-6 - Eph 3,2-3a.5-6 - Mt 2,1-12

 2024 1 6 Dreikönig Amazonas

Der Amazonas an seiner schmalsten Stelle: 2 km von Ufer zu Ufer. Dort liegt Obidos, die Bischofsstadt unseres Partnerbistums. Der Fluss prägt das Leben der Menschen: er gibt Nahrung, ist Verkehrs- und Handelsweg. Amazonien mit dem Regenwald, der auch als Lunge unserer Erde bezeichnet wird, prägt unser Klima.

Die Sternsingeraktion lenkt unseren Blick dorthin: „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ , so das Motto in diesem Jahr.

„Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker,“ so beschreibt der Prophet Jesaja in der Lesung die Situation damals. Ungewissheit über die Zukunft, Erschrecken über die Mächte, die uns bedrohen sind Finsternis und Dunkelheit heute. „Doch über dir geht strahlend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir,“ so lesen wir weiter.

Die Hoffnung auf das Licht lässt uns handeln. Die Sterndeuter sind diesem Licht gefolgt. In der Tradition stehen sie sowohl für die verschiedenen Kontinente als auch für die unterschiedlichen Lebensalter. Im Miteinander der Kulturen und Generationen können wir das Leben gestalten. Der Stern zeigt uns den Weg zum Kind in der Krippe, das uns zu diesem Miteinander verbindet.

„Seht ihr unsern Stern dort stehen helles Licht in dunkler Nacht? Hoffnung auf ein neues Leben hat er in die Welt gebracht….. Weil wir neues Leben suchen, darum folgen wir dem Stern, sammeln Gaben, singen Lieder für die Menschen, für den Herrn…..“ GL 262

Albin Krämer

2021 1 6 Dreikoenig

Werfen Sie auch mal einen Blick auf die Sternsinger-Homepage: www.sternsinger.de

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