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Liebe Mit-Glaubende in Zellingen und Umgebung,
seit weit über zwei Jahren stellen wir hier auf der Webseite unter Impulse für diese Zeit Anregungen, Gedanken und Ideen, ursprünglich als kleine Hilfestellung während des Lockdown, zur Verfügung.
Darunter auch den sonntäglichen Impuls "Für Dich".
Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen für das religiöse Leben aber gewaltig gewandelt und damit wurde es Zeit, auch diesem Sonntags Impuls den veränderten Bedingungen anzupassen.
Weil wir selber viel Freude an dieser Aktion gefunden haben, wird es ihn auch weiterhin geben. Allerdings wollen wir den Verteilerkreis öffnen und ihn künftig auch als "Spirituellen Newsletter" unserer Pfarreiengemeinschaften per Mail einem breiteren Interessent:innenkreis anbieten.

Der Impuls wird nicht weiter auf die Webseite übernommen. 
Das erfordert von Ihnen die interessierte Rückmeldung.

Falls Sie also in Zukunft den sonntäglichen Impuls "Für Dich" erhalten möchten, schicken Sie bitte eine kurze Nachricht an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit einem herzlichen Dank und lieben Grüßen aus dem gesamten Seelsorgeteam wünsche ich Ihnen ein frohes und sonniges Wochenende,
Thomas Wollbeck

Schrifttexte: Sach 12,10-11;13,1 - Gal 3,26-29 - Lk 9,18-24

jesuspasstimmer

„Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus
angezogen. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht
Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich, denn ihr alle
seid einer in Christus Jesus.“
(Paulus über die Wirkung der Taufe in Gal 3,27f)

Vielleicht ist das Bild ein bisschen übertrieben plakativ. Man sollte Jesus eher an der Haltung als an der Kleidung erkennen. Trotzdem gefällt mir die Botschaft. Seit meiner Taufe umhüllt mich Jesus wie ein Gewand: er wärmt und schützt mich - und er schenkt mir Ansehen und Würde. Darüber hinaus weitet er aber auch mein Leben. Die bisherigen sozialen Schranken und Grenzen bleiben zwar wahrscheinlich bestehen, aber sie verlieren ihre trennende Bedeutung. Heute würden wir die Unterschiede sicherlich anders benennen als es Paulus bei den Galatern getan hat. Männlich und weiblich wären wohl immer noch dabei, dann aber auch arm und reich, studiert und ungebildet, alt und jung, vom Land und aus der Stadt, heimisch und fremd, hetero oder queer, bewahrend oder fortschrittlich, ... Unser Glaube wird
diese Unterschiede nicht einebnen. Aber im Bewusstsein, dass uns in jedem anderen Christus begegnet, verlieren diese Unterschiede ihren wertenden und verurteilenden Charakter. Damit wäre eigentlich schon viel erreicht.

Ein gesegneten Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 437_Meine engen Grenzen ...

Schrifttexte: Spr 8,22-31 - Röm 5,1-5 - Joh 16,12-15

glaube2206

Das Fliegen kann man lernen bei der Flugschule - hier auf der Insel Juist.
Lernen dürfen (manchmal müssen) wir im Leben immer wieder. Ermutigung tut dabei gut: „Du kannst mehr als du glaubst“ - wir dürfen uns das Leben zutrauen. Warum?
Wir leben es nicht allein. Wir sind hineingenommen in das Lebensgeheimnis des Dreifaltigen Gottes, der LIEBE ist. Und Liebe ereignet sich in Beziehung und Begegnung. In Gott selbst gibt es diese intensive Beziehung - und wir dürfen in diesem GeHEIMnis daHEIM, geborgen sein.
„Du kannst mehr als du glaubst“ - ich bin geborgen und gehalten in dieser Liebe und darf weitergeben, was mir geschenkt ist: Liebe!

„Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen;
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist,“ (Röm 5,5)

schreibt Paulus an die Christinnen und Christen damals in Rom und heute an uns. Hoffnung, die zum Handeln ermutigt, die hilft, Grenzen zu überwinden und Mauern einzureißen - auch in unseren alltäglichen Begegnungen und Beziehungen.

„Liebe / Freiheit / Hoffnung - ist nicht nur ein Wort; es sind Worte und Taten.....“ GL 828, 1-3

Albin Krämer

2021 6 3fam

Schrifttexte: Apg 2,1-11 - 1 Kor 12,3b-7.12-13 - Joh 20,19-23

taube

Foto: privat - Friedenstauben, die seit dem 24.02.22 in der Wallfahrtskirche von Retzbach unterwegs sind und jetzt verteilt und weitergegeben werden.

„Jesus hauchte sie an und sagte: Empfangt den Heiligen Geist!
- Da kam ein Brausen, wie ein heftiger Sturm, und erfüllte das
ganze Haus, in dem sie saßen.“
(Das Kommen des Gottesgeistes in Joh 20,22 und Apg 2,2)

Darf man die Bibel so lesen? Ich habe zwei Verse von unterschiedlichen Seiten einfach zusammen gesetzt. Obwohl sie so sehr verschieden sind, haben sie in ihrer Verbindung einen neuen Gedanken in mir ausgelöst: Gott kann beides. Einmal so ganz intim und privat und ein andermal so ganz kraftvoll und öffentlich. Als ich mir eine Reihe von Kommentaren zum diesjährigen Pfingstfest angeschaut habe, blieb ich etwas ratlos und deprimiert zurück. Fast überall war nur vom Mangel an Geist etwas zu lesen. Die Konflikte und Krisen sind tatsächlich ohne Zahl. Kann Gott nicht wieder so ein Brausen schicken, das alle ergreift? Vielleicht hält er die Zeit noch nicht für gekommen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass sein Anhauch nicht verweht ist. Überall, wo einzelne sich ergreifen lassen, kann ein Wind des neuen Aufbruchs entstehen - und einen Sturm entfachen.

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 346_Atme in uns, Heiliger Geist, ...

2021 5 Pfingsten

Schrifttexte: Apg 7,55-60 - Offb 22,12-14.16-17.20 - Joh 17,20-26
kathtag22

leben teilen
so das Motto des Katholikentages in diesen Tagen in Stuttgart. „Wo stehen wir als Gesellschaft? Wohin entwickelt sich unsere Kirche?“ Das sind Fragen, denen wir uns zu stellen haben und deren Antwort nicht leicht zu finden ist.

leben teilen - legt dazu aber eine Spur: es ist die Spur des Miteinanders; die Suche nach Wegen im Dialog. Das hörte sich leicht an - ist aber gerade in unseren Tagen äußerst schwer. Gerade auch in der Kirche. Und doch hat uns Jesus dieses Miteinander in Einheit ins Stammbuch geschrieben:

„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch
sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“
Joh 17,21


Doch Vorsicht: Einheit heißt nicht Einheitlichkeit und Uniformität - wie es manche versuchen tonangebende Kreise in der Kirche wollen. NEIN! Die gemeinsame Basis ist die Verwurzelung in Gott, die Vielfalt will und ermöglicht.

„Schaue die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann; sammle,
großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm dich, Herr.“ GL 481,3

Albin Krämer

2021 5 Himmelfahrt

Schrifttexte: Apg 14,21b-27 - Offb 21,1-5a - Joh 13,31-33a.34-35

stab

Firmung in Retzbach - Maria im grünen Tal - am 14. Mai.
Junge Menschen sagen JA zu ihrem Glauben, wollen sich stärken lassen durch den Geist Gottes für ihren Weg.
Dom Bernardo, Bischof in Obidos am Amazonas, Partnerbistum von Würzburg, wird das Sakrament der Firmung spenden.

Marius und Jan haben für seine Aufenthalte in Deutschland einen Bischofsstab aus Holz selbst angefertigt.
Für mich ist das ein starkes Zeichen:
Der Bischofsstab erzählt von der bischöflichen Aufgabe, Menschen zu zu leiten, zu begleiten, zusammenzuführen.
Den Zusammenhalt gilt es unter den Menschen zu stärken, Spaltungen zu überwinden.
Es geht dabei nicht um Einheitlichkeit, sondern um Vielfalt in der Einheit, in der es Raum für alle gibt. Die Freundschaft mit Jesus ermutigt uns
dazu und sein Geist will uns dabei stärken. Wir alle sind dazu eingeladen.
So gestalten wir gemeinsam Kirche für alle:

„Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander
lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn
ihr einander liebt.“ Joh 13,34f

„Komm Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.“ GL 784

Albin Krämer

 

Schrifttexte: Apg 13,14.43b-52 - Offb 7,9.14b-17 - Joh 10,27-30

schaf

„Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie und sie
folgen mir!“

(Jesus über sein pastorales Programm in Joh 10,27)


Schafe landen in der Hitparade unserer heutigen Tiervergleiche eher auf den unteren Rängen. Sie gelten als „dumm“ und „blöd“ und laufen anscheinend jedem nach, der sie mit etwas saftigem Gras zu locken versteht. Für die ersten Zuhörer:innen bei Jesu Hirtenpredigt war das noch ganz anders. Sie wussten damals, dass Schafe sich durchaus ihren Hirten auszuwählen wissen, dass sie nicht jedem folgen und sehr wohl unterscheiden können, ob sich ein Hirte mehr für die Wolle oder mehr für das Fleisch oder auch für sie selbst interessiert. Deswegen hat Jesus sein Zukunftsprogramm für das Funktionieren von Gemeinde und Kirche in das Bild einer Schafherde verpackt. Was dabei den „guten Hirten“ auszeichnet ist, dass es für ihn keine „schwarzen Schafe“ in der Herde gibt. Ob es außer ihm selbst noch andere
Hirten braucht, steht nicht geschrieben.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 421_Mein Hirt ist Gott der Herr ...

Schrifttexte: Apg 5,27-32.40b-41 - Offb 5,11-14 - Joh 21,1-19
AM KOHLENFEUER…

feuer220430

Der Frühling tut uns gut. Auf den Straßen ist Leben zu spüren.
Die Maibäume werden wieder errichtet, Feste in den Gemeinden geplant…
und bei vielen beginnt die Grillsaison:
man trifft sich, freut sich über die Geselligkeit und will LEBEN!

Abgearbeitet sind die Jünger, von denen das Evangelium heute erzählt. Abgearbeitet und enttäuscht, weil der ganze Einsatz nichts gebracht hat: die Netze sind leer. Auf die Zumutung des Fremden am Ufer wagen sie es, die Netze noch einmal auszuwerfen: 153 große Fische - welch ein Fang!
Es gibt verschiedene Erklärungen für die Zahl 153: die Fischarten im See; oder der Hinweis auf das hebräische Wort von „Gemeinde“. Der gemeinsame Punkt ist aber: wir gehören zusammen. Jesus versammelt uns, ja alle - ohne Ausnahme. Er grenzt nicht aus, sondern verbindet - auch das ist ein Zeichen für Auferstehung, neues Leben mitten im Alltag.
Seine Einladung ans Kohlenfeuer damals gilt auch uns heute: „Kommt her und esst!“ - Stärkt euch, versöhnt euch, geht den Weg gemeinsam - ICH BIN BEI EUCH! Sein Mahl stärkt uns.

„Komm her, freu dich mit uns, tritt ein;
denn der Herr will unter uns sein….“

(GL 148)

Albin Krämer

2021 5 1 Maria

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